Zeitreisen Special:
Ruinenbilder aus dem Lützowviertel

Das alte Lützowviertel ist fotografisch nur lückenhaft dokumentiert, obwohl es eines der nobelsten Berlins war.
VIele neue Erkenntnisse konnte ich in letzter Zeit durch Ruinenbilder gewinnen, die vor Allem aus zwei Quellen stammen:
- Historisches Archiv der Museen Tempelhof-Schöneberg
- Google Arts & Culture

Das Historische Archiv der Museen Tempelhof-Schöneberg hat 4244 Aufnahmen von Herwarth Staudt aus den früher 50er Jahren digitalisiert und unter CC BY-NC-SA-Lizenz online gestellt, die in recht guter Auflösung Häuser als Ruinen zeigen, von denen es sonst keine Bilder gibt.

Google Arts & Culture findet zu Berlin 30.427 Objekte. Darunter findet sich die Serie "No Road back" von Walter Sanders, 243 Bilder ohne genauere Lokalisierung. Die Zuordnung ist in manchen Fällen leicht, aber in den meisten Fällen eine echte Herausforderung, zumal etliche Bilder seitenverkehrt gezeigt werden.

Kluckstraße
Nur selten hat man das Glück, auf diesen Bildern ein Straßenschild lesen zu können. Wie zum Beispiel bei diesem:
(Link zur Quelle jeweils bei Klick aufs Bild)


im Vergleich die Vorkriegssituation: Kluckstrasse 17 bis 1, zum Zeitpunkt der Aufnahme noch Magdeburger Str. 29 bis 37

Diese Bilder lassen viele weitere aus der Serie zuordnen . Z.B. dieses:

Links der Erker gehörte zu Kluckstrasse 13, rechts davon die Nr. 15



aus dem Eckladen der Nr 17 heraus fotografiert auf die Nr 18 (Strassenschild im zoom lesbar)



Diesen Hauseingang hat Walter Sanders sehr oft fotografiert. Darauf steht die Zahl 6.


diesen Eingang erkennt man auch hier wieder


so kann man dank der Stützbalken in der Nr 8 auch diese BIlder zuordnen
(Die Ruinen im Hintergrund gehören damit zu Kluckstr. 7 und 9)




dieselben Ruinen erkennt man auch aus dem Eingang der Nr 6, den Walter Sanders sehr oft fotografiert hat.








hier ist noch die Nr 3 (vorher Sitz der Deutschen Apothekerbank) zu sehen.
Die Nr 1 an der Ecke zum Schöneberger Ufer war offenbar ein Totalverlust.